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Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen (DOK-Zuchtuntersuchung)

Bei Rassehunden und Rassekatzen wird eine Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen (DOK-Untersuchung oder ECVO-Untersuchung) vorgenommen, um die Weitervererbung und damit die Verbreitung von Augenerkrankungen zu vermeiden.

Dr. Ingrid Allgoewer ist zertifiziert und zugelassen, diese Augenuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen durchzuführen.

Wir führen Zuchtuntersuchungen flexibel und unbürokratisch durch und vergeben dafür kurzfristige Termine.

Was ist für die Zuchtuntersuchung zu beachten?

  • Ihr Tier muss einen Mikrochip oder eine lesbare Tätowier-Nummer haben

Welche Unterlagen sind zur Zuchtuntersuchung mitzubringen?

  • Ahnentafel
  • Formulare früherer Augen-Untersuchungen
  • Befunde von Gentests zu erblichen Augenerkrankungen (falls vorhanden)

Wie läuft die Untersuchung ab?

Zuerst wird die Identität des Tieres überprüft. Dazu wird der Mikrochip oder die Tätowier-Nummer abgelesen und mit der Ahnentafel verglichen. Deshalb ist es notwendig, die Ahnentafel zu dieser Augenuntersuchung mitzubringen.

Nach einer kurzen Untersuchung werden Augentropfen ins Auge gegeben, die nach ca. 15-20 Minuten die Pupille erweitern. Die Wirkung dieser Augentropfen hält 2-3 Stunden an. In dieser Zeit ist Ihr Tier lichtempflindlich, kann aber trotzdem sehen.

Die Augenuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen umfasst die Spaltlampenuntersuchung und die indirekte Ophthalmoskopie. Bei einigen Rassen ist zudem eine Gonioskopie vorgeschrieben. Häufig werden Fotos zur Dokumentation der Befunde angefertigt.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden in ein europaweit einheitliches, international gültiges, digitales Formular eingegeben. Eine Kopie dieses Formulars erhält der Tierbesitzer, eine Kopie geht jeweils an den zuständigen Zuchtverein und an die nationale Erfassungsstelle des DOK.

Wozu eine Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen?

Bei zahlreichen Hunde- und Katzenrassen besteht eine Veranlagung (Prädisposition) oder Erblichkeit für bestimmte Augenerkrankungen. Dazu gehören unter anderem der graue Star (Katarakt), die primäre Linsenluxation (PLL), der grüne Star (Glaukom) oder die progressive Retinaatrophie (PRA).
Wie und ob die einzelnen Erkrankungen vererbt werden, ist für jede Rasse unterschiedlich. Deshalb ist bei vielen Rassen eine Augenuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen anzuraten oder zur Zuchtzulassung vom Zuchtverein vorgeschrieben.

Wozu Augenuntersuchung, wenn es Gentests gibt?

Die Gentests untersuchen nur einzelne Erkrankungen und von diesen Erkrankungen nur einzelne Formen. Bei vielen Augenerkrankungen (zB PRA, Katarakt) gibt es jedoch verschiedene Formen, für die unterschiedliche Gendefekte verantwortlich sind.

Andererseits gibt es für viele Augenerkrankungen keine Gentests.

Bei der Augenuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen werden alle Abschnitte des Auges auf viele verschiedene Augenerkrankungen untersucht.

Wie häufig ist die Untersuchung zu wiederholen?

Es ist empfehlenswert, die Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen jährlich zu wiederholen, selbst wenn Ihr Tier nicht zur Zucht eingesetzt wird oder der Zuchtverein dies nicht fordert.

Was ist eine Gonioskopie und wann wird sie durchgeführt?

Bei allen Rassen können Veränderungen des Kammerwinkels vorkommen, die zum Glaukom (Grüner Star) führen können.

Die Gonioskopie ist die Betrachtung des Kammerwinkels. Diese Untersuchung ist besonders bei Rassen mit einer Veranlagung zum Glaukom (Basset, Magyar Visla, Sibirian Husky, Entlebucher Sennenhund, Flat Coated Retriever etc.) sehr empfehlenswert. Manche Zuchtvereine schreiben die Gonioskopie zur Zuchtzulassung vor. Da inzwischen bekannt ist, dass der Kammerwinkel sich im Lauf des Lebens verändern kann, ist eine regelmässige Wiederholung dieser Untersuchung sinnvoll. Grundsätzlich ist es Ihre Entscheidung, ob und wie häufig Sie die Gonioskopie durchführen lassen, auch wenn Ihr Zuchtverein diese nicht vorschreibt.

Was ist der DOK?

DOK steht für Dortmunder Kreis, eine Vereinigung von ca 80 Tierärzten in Deutschland, die sich seit 1995 mit der Standardisierung der Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen befasst. Er ist als deutsche Gruppe (German Panel) in das europäische Untersuchungsprogramm (Eye Scheme) eingebunden und vom europäischen Spezialistenverband der Tierärzte (European College of Veterinary Ophthalmologists, ECVO) anerkannt.

Die DOK-Untersucher werden nach entsprechender Ausbildung und Erfahrung einer Prüfung unterzogen, um zertifiziert und für die Zucht-Untersuchungen zugelassen. Der Standard ist hoch und wächst durch ständige Aktualisierung entsprechend der neusten Forschungsergebnisse. Dr. Ingrid Allgoewer ist Mitglied des DOK.

Weitere Informationen zum Dormunder Kreis finden Sie bei http://www.dok-vet.de/Pub/Wer%20sind%20wir.aspx?t=1

Was ist das ECVO?

ECVO steht für European College for Veterinary Ophthalmologists. Derzeit gibt es Europaweit ca. 110 Europäische Spezialisten für Veterinärophthalmologie, zu denen Dr. Ingrid Allgoewer zählt. Die Mitglieder des ECVO haben eine standardisierte drei- oder vier-jährige international anerkannte Ausbildung durchlaufen. Nach erfolgreichem Ablegen einer Abschlussprüfung werden sie zum “Diplomate” des ECVO zertifiziert. ECVO Diplomates sind Europäische Tieraugen-Spezialisten auf derzeit national wie international höchstem Niveau (EBVS® European Specialist in Veterinary Ophthalmology).

Um den hohen Standard zu halten, ist eine ständige Aktualisierung des Wissenstandes entsprechend der aktuellen Forschung notwendig. Eine Überprüfung der Qualifikation der Europäischen Spezialisten erfolgt alle 5 Jahre.

Das ECVO ist zudem die Dachorganisation des DOK sowie aller nationalen Gremien der Tierärzte, die Zuchtuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen durchführen.

Weitere Informationen zum European College for Veterinary Ophthalmologists finden Sie unter www.ECVO.com. Weitere Informationen zum European Board of Veterinary Specialisation EBVS finden Sie unter https://ebvs.eu/